Hörverarbeitung

Sie befinden sich hier:

ENWAKO®

Hörverarbeitung (auditive Wahrnehmung)

Zur Hörverarbeitung (auditiven Verarbeitung) gehören der Frequenzbereich, in dem man Töne wahrnimmt/ die auditive Ordnungsschwelle/ das Richtungshören/ die Tonhöhen- und Tonlängenunterscheidung/ die Unterscheidung von Frequenz- und Zeitmustern zweier Töne.

Hier unterstützt ENWAKO® und bietet ein Trainingsprogramm mit Lösungsmöglichkeiten für Kinder und Erwachsene an.

  • Auditive Ordnungsschwelle
    Bei der auditiven Ordnungsschwelle werden in kurzem zeitlichen Abstand zwei Reize gesetzt. Je kürzer der zeitliche Abstand ist, in dem die Reize unterschieden werden können, desto besser ist die Ordnungsschwelle. Hat ein Kind dabei Schwierigkeiten, kann es kritische Laute wie b-d, g-k, p-t nicht oder nur sehr schlecht unterscheiden. Es bildet Wörter nicht richtig, hat Verständnisprobleme oder tut sich schwer bei der Arbeit mit der Anlauttabelle.
  • Richtungshören
    Unter Richtungshören versteht man die Fähigkeit, ein bestimmtes Geräusch oder eine Stimme einer Richtung zuordnen zu können (auch wenn Störgeräusche vorhanden sind). Bedenkt man, dass in einer durchschnittlichen Schulklasse häufig ein Geräuschpegel zwischen 50 bis 65 Dezibel herrscht, wird einem bewusst, wie wichtig diese Funktion ist. Das Schulkind muss wichtige Informationen des Lehrers vom Stühlerücken, Stiftgeklapper, dem Flüstern des Banknachbarn oder dem Seitenumblättern unterscheiden können. Hat ein Kind Defizite beim Richtungshören, erzielt es beim Diktat schlechtere Ergebnisse, wenn der Lehrer beim Diktieren in der Klasse herumgeht, anstatt frontal zur Klasse zu stehen.
  • Tonhöhenunterscheidung
    Tonhöhenunterscheidung bedeutet, dass man bei zwei unterschiedlichen Tönen erkennen kann, welcher der niedrigere bzw. höhere Ton ist. Diese Fähigkeit ist wichtig für das Singen oder Erlernen eines Instruments, für das betonte Sprechen und den gelungenen Gedichtvortrag. Ohne eine gute Tonhöhenunterscheidung bleiben manche Aussagen mehrdeutig. Ironie wird von den Kindern nicht erkannt.
  • Frequenz- und Zeitmusterunterscheidung / Tonlängenunterscheidung
    Die Frequenz- und Zeitmusterunterscheidung sind nötig, um aus dem Sprachfluss einzelne Laute, Wörter oder Sätze heraushören und abgrenzen zu können. Ein weiterer Aspekt der auditiven Wahrnehmung ist die Tonlängenunterscheidung. Ist ein Ton länger, kürzer oder genauso lang wie der vorherige Ton? Nicht nur beim Musizieren ist diese Fähigkeit wesentlich, sondern auch für die Rechtschreibung. Kann ein Kind kurze und lange Laute nicht unterscheiden, hat es Schwierigkeiten beim richtigen Schreiben: mit der Mitlautverdopplung, den doppelten Selbstlauten, dem langen ie und dem Dehnungs-h.